Die Birke – eine Frühlingsbotin

Die Birke kündigt mit als erster Laubbaum den Frühling an und gilbt daher als Sinnbild des Frühlingserwachens und der Wiedergeburt. Ein Artenjournal.

Dir Birke
– Betula

Zu der Familie der Birkengewächse gehören ungefähr 50 verschiedene Birkenarten, unter anderem die Hängebirke bzw. die Weißbirke (in Deutschland am häufigsten vorkommend), die Moorbirke, Schwarzbirke und die Sandbirke. 

Die Birke wächst in Wäldern, auf Waldschlägen, Heiden oder Ödflächen. Sie ist „pflegeleicht“ und hat geringe Ansprüche an ihren Standort. So hat sie zum Beispiel einen geringen Wasserbedarf und kann sowohl auf sehr trockenen, steinigen, sandigen, als auch auf sehr nassen Böden stehen – jedoch ist sie „lichthungrig“ und steht gerne an hellen Standorten. 

Sie erreicht eine Höhe von 20-30 Metern und kann bis zu 150 Jahre alt werden. Ihre Rinde ist weiß, mit schwarzen Längsrissen. Der lange durchgehende Stamm endet in der lockeren – ebenfalls länglichen – Krone. Die Blätter der Birke sind 3-eckig, meist lang (3-7cm) und zugespitzt. Am Rand sind die Blätter doppelt gesägt. Die Zweige sind dünn und meist hängend. Die Nussfrüchte der Birke sind klein, braun-gelb und geflügelt. 

Birken sind hier bei uns heimisch. Man findet sie aber auch in anderen europäischen Ländern, Asien und in Nordamerika.

Der sommergrüne Baum blüht von März bis Mai. Seine Fruchtreife erreicht er im August und September. 

Bereits nach 5 Jahren bilden Birken erstmals Blüten aus, nach etwa 10 Jahren sind sie geschlechtsreif. Die männlichen Kätzchen werden ca. 10 cm lang und sind auffällig gelb. Die weibliche Blüte ist am selben Baum (einhäusig). Birken werden nicht von Insekten bestäubt, sondern ausschließlich durch den Wind. Sie geben im Vergleich zu anderen Bäumen große Mengen an Pollen frei.

Die Birke ist bei vielen Insektenarten sehr beliebt. Sowohl die Rinde der Birke, als auch die Blätter werden von ihnen als Lebensraum genutzt. Hornissen zum Beispiel trinken gerne den Saft der Birke (ringeln). 32 Vogelarten ernähren sich von den Kätzchen des Baumes. Dem Kleinspecht mit seinem Schnabel fällt es leichter, seine Bruthöhle ins schon etwas faule, weichere Birkenholz zu zimmern. 

Insbesondere die Blätter und die Rinde der Birke werden schon lange für ihren heilkindlichen Effekt genutzt. Traditionell werden zum Beispiel Birkenblättertees für Entgiftungskuren getrunken, da sie eine harntreibende Wirkung haben. Birkensaft (den man aus dem Stamm gewinnt – zapft), wird innerlich bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis, Gicht oder Rheuma, oder als Waschungen oder Bäder angewendet. Es werden ätherische Öle gewonnen. Ihre wertvollen Pflanzenstoffe werden für Kosmetik, für die Pflege von Haut und Haar genutzt.

Die Birke kündigt als erster Laubbaum den Frühling an und gilbt daher als Sinnbild des Frühlingserwachens und der Wiedergeburt. 


„In dieser Zeit spüren wir, dass das Leben sich neu hervorbringt und alles – wenn noch kaum sichtbar – wieder zu wachsen beginnt und aus der Stille des Winters in Bewegung kommt.“


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